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Haupt-versammlung

08. Mai.2022  18:30

Herderhütte

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Aktueller Spendenaufruf 

 Flyer --> hier

und Infoblatt zum Ausdrucken  -->  hier

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BZ 8.12.2021

Erteilung der Genehmigung zum Bau der Windräder am Taubenkopf

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8.10.2021

Bekanntgabe zum Unterbleiben einer UVP im Amtsblatt 

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27.8.2021

NABU Lörrach stellt Rotmilan-Dichtezentrum am Taubenkopf auch in 2021 fest!

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8.7.2021

Bahnbrechendes Urteil in Frankreich Windräder gefährden die Gesundheit

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04.03.2021

EuGH stärkt mit seinem Urteil den Vogelschutz 

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11/ 2020

Genehmigungs-Antrag bei der Stadt Freiburg eingegangen.

mehr Info --> hier

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20.11.2020

Windenergie-Planung in der gesamten Region Mittlerer Oberrhein unwirksam! Pressemitteilung

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10.2.2020

Ausnahmen vom Tötungsverbot rechtswidrig!

mehr Info --> hier

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Soll unser Schauinsland nun ein Industriepark werden?  21/12/2021

Die Stadt genehmigte am 7.12.2021 die zwei 247 m hohe Windräder auf dem Taubenkopf - trotz massiver Bedenken bzgl. Landschafts-, Natur- und Arten- sowie Lärmschutz!

Die Genehmigungsunterlagen liegen dem Verein nun vor und werden von einem Anwalt und Fachleuten geprüft. Die Stadt sieht keine Bedenken, dass die Abstände zu den Wohnhäusern mit nur 489 m zu gering sind und dass die Lärmvorgaben mit 45 Dezibel in der Nacht und 60 Dezibel am Tag eingehalten werden können. Dass Prognosen wenig mit den Tatsachen zu tun haben, sieht man bei dem Windpark in Gersbach und an vielen anderen Orten. Daher wäre es angebracht gewesen, den Vorsorgeabstand von mindestens 700 m einzuhalten, zumal solch großen Anlagen noch in der Testphase sind.

Die Stadt erkennt weiterhin an, dass der Rotmilan eine stark gefährdete Greifvogelart ist und Baden-Württemberg eine besondere Verantwortung für diese Tierart hat. Sie teilt jedoch nicht die Meinung des NABU Lörrach, welcher für das Biosphärengebiet ein jährliches Rotmilanmonitoring durchführt und hier 2020 und 2021 ein Rotmilandichtezentrum mit mehr als 7 Brut- und Revierpaaren kartiert hat. Oder die des NABU Freiburg, der sich ebenfalls entschieden gegen den Standort ausspricht. Vielmehr stützt sich das Umweltamt auf die Aussagen von Gutachten, die vom Windradprojektierer in Auftrag gegeben wurden. Jeder in Kappel hat sicher schon die Milane fliegen sehen, da gibt es keinen Zweifel, dass sie hier in besonders hoher Zahl heimisch sind. Aus unserer Sicht besteht ein erhöhtes Tötungsrisiko für den Rotmilan durch die neuen Windräder.

Wir sind besorgt um die Natur- und Artenvielfalt vor unserer Haustür, daher ist nun die letzte Chance eine Klage vor Gericht. Mit einer Spende können sie diese jetzt unterstützen.

Stadt Freiburg erteilt Genehmigung 07/12/2021

Wie der Badischen Zeitung vom 8.12.2021 zu entnehmen ist, hat die Stadt Freiburg nach nun mehr als einem Jahr Bearbeitungszeit die zwei geplanten Windräder auf dem Taubenkopf genehmigt.

Sowohl der Ortschaftsrat Kappel als auch die Naturschutzverbände (NABU und LANA) hatten in ihren Stellungnahmen gegen den Bau der Windräder am Taubenkopf argumentiert, da einerseits der Abstand zur Wohnbebauung mit nur 489 m zu gering ist und anderseits massive Eingriffe in den Natur- und Artenschutz zu erwarten sind. Im Rahmen des vom NABU Lörrach durchgeführten Rotmilanmonitorings wurde im Bereich Kappel-Taubenkopf eine für das gesamte Biosphärengebiet Schwarzwald einmalige Dichte von mehr als 7 Revier- und Brutpaaren dokumentiert. Der Rotmilan zählt zu den streng geschützten Tierarten, der aber durch Windräder besonders gefährdet ist. Des Weiteren sind Fledermäuse, Wespen- und Mäusebussarde und das angrenzende europäische Vogelschutzgebiet betroffen.

Freiburg möchte bis 2038 klimaneutral sein und die Energieversorgung soll auf Sonne und Wind basieren (BZ 8.12.21). Die Erneuerbaren leisten aktuell nur einen Anteil von etwa 10 % an der Stromversorgung der Stadt. Die neuen Windräder würden vielleicht 2 % des heutigen Energiebedarfs der Stadt decken. Mit der Genehmigung der Windräder auf dem Taubenkopf wird der Naturschutz und insbesondere der Artenschutz der Energieerzeugung untergeordnet - und das ist erst der Anfang. Der politische Druck scheint so groß zu sein, dass auf die Natur keine Rücksicht mehr genommen wird. Dies zeigt das Ziel der grün geführten Landesregierung, 1000 neue Windräder im Wald bauen zu wollen. Demzufolge werden wohl weitere Windräder rund um Freiburg errichtet, mit gravierenden Folgen für die Natur und am Ende auch für uns Menschen. Am Taubenkopf sollen 2,7 ha Wald gerodet werden. Das entspricht etwa 1000 Bäumen!

Stand Genehmigungsverfahren 11/2021

Auf Nachfrage beim Umweltamt der Stadt Freiburg wurde uns mitgeteilt, dass die Genehmigung voraussichtlich zum Ende des Jahres 2021 erteilt wird. Es scheint also schon eine Entscheidung getroffen worden zu sein? Und dies, obwohl eine Rotmilandichtezentrum am Taubenkopf 2020 und 2021 kartiert wurde! Wie ernst nimmt die Stadt Freiburg eigentlich den Artenschutz? Alles nur Phrasen? Es ist zu erwarten, dass die Naturschutzverbände  Widerspruch einlegen werden.

 Rotmilan-Monitoring 10/2021

Auch in diesem Jahr wurde wieder unter Leitung des NABU Lörrach  das Rotmilanmonitoring für das Biosphärengebiet Schwarzwald durchgeführt. Dabei konnte im Bereich des Taubenkopfes das einzige Rotmilan-Dichtezentrum mit 9 Revierpapieren beobachtet und kartiert werden. Wir danken allen, die sich hier ehrenamtlich engagiert haben. Dies bestätigt, dass der Schauinsland zurecht als Europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen ist und der Artenschutz  für diese windkraftsensible Tierart respektiert werden sollte!

Sichtung von Antragsunterlagen 02/2021

Nachdem uns die Unterlagen des Genehmigungsantrages zur Verfügung standen, haben wir sie gründlich gelesen und einige Aspekte für ein Rechtmittelverfahren zusammengestellt. Da unsere Mitglieder gut ausgebildete Fachkräfte im Bereich Biologie, Mineralogie, Physik, Medizin, Hydrologie, Jura und Umweltverfahrenstechnik sind, können wir auf diese Expertise zurückgreifen. Sollte eine Genehmigung trotz der vorliegenden Bedenken (Artenschutz, Lärmprognose, Schwermetallbelastung, Brandgefahr, Abstand zur Wohnbebauung) erteilt werden, bleibt nur der Rechtsweg. Innerhalb eines Monats muss dann Widerspruch und Klage beim Verwaltungsgerichtshof eingereicht werden. Für den bevorstehenden Rechtsstreit rechnen wir mit Kosten von ca. 30.000 bis 40.000 Euro. Um Kosten zu sparen, engagieren sich viele Mitglieder ehrenamtlich.

Des Weiteren haben wir in den letzten Wochen neues Infomaterial für Horben und einen Brief an die Ortschaftsräte in Kappel erstellt sowie erste Spendenaufrufe durchgeführt. Für die aktuelle Spendenkampagne steht ein Infoblatt zur Verfügung, das selbst ausgedruckt oder an Freunde und Bekannte weitergeleitet werden kann. Auch eine Petition an den Landtag ist in Planung. Des Weiteren gab es Interviews mit der BZ und ein Gespräch mit den Bürgermeister von Horben.

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 Ortschaftsratssitzung in Kappel 26/01/2021

Am 26.01.2021 wurdein der Ortschaftsratssitzung ebenfalls über eine Stellungnahme zum Genehmigungsantrag  abgestimmt. Die BZ berichtet dazu am 28.01.2021. Nach langer Diskussion wurde der Bau der Windräder auf den Taubenkopf mit 6 Stimmen aus den Fraktionen der CDU, SPD und Freien Wähler abgelehnt. Die Ortschaftsräte der grünen Liste stimmten geschlossen dafür, einer enthielt sich und ein Ortschaftsrat war entschuldigt. Primärer Grund für die Ablehnung war der immer noch viel zu geringe Abstand zur Wohnbebauung. Der Schutz der Menschen im oberen Kappler Großtal war den meisten Ortschaftsräten wichtiger als der Bau der Windräder. Die grüne Liste Kappel begrüßt dagegen  den Bau der Windräder, da er einen Beitrag zur Energiewende und für den Klimaschutz darstellt.  Wem es zu laut ist, der kann ja wegziehen.  Das hier ein massiver Eingriff in die Natur, dem Landschaftsbild sowie dem Artenschutz  stattfindet, scheint den Grünen wohl nicht bewusst zu sein.

Herr Zähringer vom Umweltamt konnte die ein oder andere Frage zum Genehmigungsverfahren beantworten. Nach Prüfung der eingegangenen Stellungnahmen wird die Prüfung des Antages ca. 2-3 Monate dauern, so dass im Mai schon mit einer Entscheidung gerechnet werden kann.

Schon im Jahr 2018 lehnte der damalige Ortschaftsrat den Standort Taubenkopf im Zuge des Teilflächennutzungsplans ab, da der Abstand zu den Wohnhäusern im oberen Kappler Großtal besorgniserregend gering ist. Leider führten die Bedenken damals nicht zu einem Ausschluss der Vorrangfläche.

Die Anwohner des oberen Kappler Großtals hatten in einem Brief an jeden der Ortsschafträte nochmals ihre Bedenken geäußert. In dem Brief wird auf die Themen Abstand zur Wohnbebauung, Lärm und Infraschall, Brand und Havariefall sowie Natur und Landschaft eingegangen.

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Stellungnahme der Gemeinde Horben 21/01/2021

Am 19.01.2021 fand eine Gemeinderatssitzung in Horben statt, bei der auch über die Stellungnahme der Gemeinde Horben zum Genehmigungsantrag Windräder am Taubenkopf diskutiert und abgestimmt wurde. Der grüne Bürgermeister Herr Bröcker hatte im Vorfeld seine Stellungnahme (S.61-65) vorbereitet, die letztendlich nicht die Bedenken vieler Horbener widerspiegelt (Gesundheit, Tourismus, Naturschutz, Erholung). In der Stellungnahme des Bürgermeisters wird zwar erwähnt, dass Horben eine erhebliche Belastung trägt, aber nicht grundsätzlich dagegen ist. Im Gegenteil, die Gemeinde Horben möchte finanziell beteiligt werden, so wie es das neue EEG-Gesetz vorsieht.
Zuvor wurden am Samstag, den 9.1.2021 vom Verein Informationsbätter zum Bau der Windräder am Taubenkopf in die Briefkästen der Horbener verteilt, mit der Bitte ihre Stellungnahmen und Bedenken an die Gemeinderäte zu richten. Daraufhin sind zahlreiche Meinungen/E-Mails von den Bürgern eingegangen. 

Ausführlichen berichtet auch Hans Buttenmüller (Gemeinderatsmitglied von Horben) auf seiner Homepage "Horbener Dorfzeitung". Leider stimmte er als einziger gegen die Stellungnahme, einer enthielt sich und Herr Volle war leider Corona bedingt nicht anwesend. Auch die BZ veröffentlicht am Donnerstag einen BZ-Artikel zur Abstimmung über die Windräder. Die darin erwähnten Fake News beziehen sich nicht auf unsere Aktivitäten, was auch von Herrn Bröcker im Nachgang bestätigt wurde. Im Gegenteil, wir betreiben viel Recherche und sammeln Fakten!  Die im Flugblatt gemachten Angaben können wir belegen bzw. auch erläutern, wenn man uns dazu fragt.

Auf Grund der Randbedingungen durch Corona war es für die Bürger in Horben sehr schwierig, sich ausreichend mit den gefühlt 1000 Seiten Antragsunterlagen auseinanderzusetzen, insbesondere da über die Feiertage und durch Corona bedingt nur reduzierte Öffnungszeiten der Rathäuser verfügbar waren. Informationen zur späten Online-Verfügbarkeit - siehe Artikel unten - lagen den meisten Horbenern ebenfalls nicht vor. 

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Genehmigungsantrag zu den Windenergieanlagen eingereicht

Ende November hat die Ökostrom Consulting Freiburg GmbH den immisionsrechtlichen Genehmigungsantrag für zwei Windräder am Taubenkopf bei der Stadt Freiburg (Umweltschutzamt) eingereicht. Die  Stadt hat versprochen, dass die Antragsunterlagen allen Bürgern zugänglich gemacht werden sollen. Die Antragsunterlagen sollten eigentlich zeitnah hier online verfügbar gestellt werden. Erst seit dem 13.01.2021 können die Antragsunterlagen nun bei der Ökostromgruppe heruntergeladen werden. Außerdem können die Unterlagen bei der Stadt Freiburg im  Umweltamt, im Ortsamt Kappel sowie der Gemeinde Horben eingesehen werden. Da das Verfahren nicht öffentlich ist, können nur die am Verfahren beteilgten Behörden (23) und Verbände /Firmen (29) eine Stellungnahme bis zum 21.01.2021 abgeben.

Unser Anwalt wird die Unterlagen und Gutachten prüfen und uns dann weitere Empfehlungen geben. Aus unserer Sicht ist der Standort Taubenkopf aufgrund des zu geringen Abstandes zur Wohnbebauung von nur 480 m bei 246 m hohen Anlagen viel zu gering. Des Weiteren sehen wir aus Artenschutzgründen massive Bedenken, da der Bereich um den Taubenkopf unter anderem ein Brutgebiet des Rotmilans (windkraftsensible Art) ist. Dies haben ornithologische Kartierungen der letzten zwei Jahre gezeigt.

Falls die Stadt die Genehmigung erteilt, gäbe es die Möglichkeit, dagegen Klage einzureichen. Dafür benötigen wir dringend finanzielle Mittel. Gern können sie uns mit einer Spende unterstützen. Weitere Informationen zur Planung der Windkraftanlagen finden sie hier.

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 Gratulation zum Umweltbildungspreis!

Wir gratulieren Stefanie Buchholz aus der Molzhofsiedlung. Sie wird mit einem Umweltbildungspreis zum Freiburger Stadtjubiläum am 13.11.2020 ausgezeichnet. Seit über 10 Jahren engagiert sich Frau Buchholz unermüdlich für den Eichhörnchennotdienst und konnte schon, mit Hilfe vieler Freiwilliger, über 300 Eichhörnchen aufnehmen und sie größten Teils wieder auswildern. Gern vermittelt die Lehrerin für Biologie ihre praktischen Erfahrungen im Tierschutz auch an Kindergruppen und Schüler.

Allein in diesem Jahr wurden über 80 Eichhörnchen gefunden. Mit viele Liebe und Geduld werden die Kleinen wieder aufgepäppelt bis sie ca. 6 Wochen alt sind. Dann dürfen sie in eine Zimmervoliere, wo sie schon erste Kletterübungen machen können. Mit ca. 8 Wochen kommen sie dann in eine Außenvoliere mit viel Platz, um auch schnell und flink von Ast zu Ast springen zu lernen. Wenn sie dann schon die Haselnüsse selbst öffnen können und sie 12 Wochen alt sind, dürfen sie raus in den Kappler Wald. Sollten sie mal ein kleines Eichhörnchen finden, kontaktieren sie bitte sofort den Eichhörnchennotruf. Mehr Infos finden sie auch auf der Homepage: www.eichhoernchenstationfreiburg.de. Leider werden immer wieder Eichhörnchen auf der Großtalstraße überfahren. Daher die Bitte, fahren sie langsam im Bereich des Waldes. Vielen Dank!

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 Waldschnepfenmonitoring 2020

Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt hat 2020 ein erfolgreiches Waldschnepfenmonitoring in Baden-Württemberg durchgeführt. Dabei konnten auch im Bereich des Taubenkopfes Waldschnepfen erfasst werden. Im aktuellem Bericht der Forstlichen Versuchsanstalt Baden- Württemberg finden sie mehr  Informationen zur Durchführung des Monitorings.

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Rotmilan-Monitoring 2020

Bild: T.WerleBild: T.Werle

Auch in diesem Jahr haben Mitglieder des Vereins das Rotmilan-Monitoring unter Anleitung eines erfahrenen Ornithologen durchgeführt. So konnten in der letzten Saison 7 Revierpaare im Bereich Kappel beobachtet und kartiert werden. In unmittelbarer Nähe zum Bauvorhaben wurde im  letzten Jahr ein Horstbaum eines Rotmilan-Paares kartiert. Dieser steht nun für zwei Jahre unter Schutz. Auch erste Sichtungen von Waldschnepfen lassen uns hoffen. Der Artenreichtum vor unserer Haustür ist offensichtlich ausgeprägter, als es manch einem lieb ist. Und das ist gut so, denn der Erhalt der Biodiversität ist wichtiger denn je. Unter den Folgen zunehmender Trockenheit leidet der Wald. Umso wichtiger ist es, ihn zu schützen und klug aufzuforsten, anstatt ihn durch grobe Einschläge zu schwächen.
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Windräder auf dem Taubenkopf 09/2020

Die Anwohner des oberen Kappler Tals wollen in keinster Weise, auch nicht finanziell, vom geplanten Bauprojekt profitieren. Der Abstand zu den Häusern mit nur 480 m ist viel zu gering, um die schädlichen Auswirkungen auf die Menschen zu akzeptieren. Der Planer hat angekündigt, demnächst einen Genehmigungsantrag einzureichen (die BZ berichtete). Sobald dies geschieht, wird unser Anwalt tätig. Für den bevorstehenden Rechtsstreit bitten wir dringend um Spenden.

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Freiburg packt an - Aktion am Reichenbach 03/2020

Dank vieler fleißiger Helferinnen und Helfer haben wir am 7. März 2020 im Rahmen von „Freiburg packt an“ eine ganze Menge Müll aus dem Reichenbach und den Uferbereichen vom Leopoldstollen bis zur Kappler Kirche eingesammelt - Glasflaschen, alte Reifen, Metallteile und vor allem viel Plastikmüll bzw. die Überreste davon. Es war eine wirklich erfolgreiche Aktion! Daher rufen wir jetzt alle Bewohner von Kappel dazu auf, den erreichten Zustand zu erhalten. Bitte verhindert, dass der Inhalt der gelben Säcke im Bach oder an anderer Stelle in der Natur landet, indem die Säcke an der Mülltonne oder beispielsweise am Zaun angebunden werden. Damit sich Wildtiere nicht an den Inhalt der gelben Säcke heranmachen, hilft es, die Säcke auf die Mülltonnen zu legen – natürlich angebunden.

Gleichzeitig sollte es aber unser aller Ansporn sein, so wenig wie möglich Verpackungsmüll zu erzeugen. Und das ist gar nicht so schwierig: frische Biomilch sowie Obst, Gemüse, Eier, Brot und einiges mehr gibt es beispielsweise im Hofladen am Küferhof Ebnet wie auch am Thaddäushof Kirchzarten. Dort sogar einen Milchautomaten, der rund um die Uhr in Betrieb ist. Die eigenen Milchflaschen sollten natürlich mitgebracht werden.

Oder wie wäre es mit unverpackt einkaufen? Ja, das geht, und zwar in der Glaskiste in Freiburg auf der Moltkestraße oder auch in Herdern. Natürlich sollten eigene Behältnisse, wie Gläser, Dosen und Flaschen mitgebracht werden.

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Ja, zur 1000 m Abstandsreglung! (Nov. 2019)

Der Verein begrüßt den Vorstoß von Bundesminister Peter Altmaier einen Mindestabstand von 1000 m Meter zwischen Windrädern und Wohnsiedlungen ab 5 Häusern einzuführen. Damit würde die Bundesregierung ein Zeichen setzen, dass die Energiewende nur mit den Bürgern geht und nicht zu Lasten der Landbevölkerung.

Die geplanten zwei  250 m hohen Anlagen am Taubenkopf hätten nur einen Abstand von 480 m zu den Häusern im Kappler Tal, denn diese werden nicht als reine Wohnsiedlung anerkannt, sondern als Dorf-, Mischgebiet. Hier gilt momentan die Technische Anleitung zum Schutz vor  Lärm, die eine Grenze von 45 Dezibel  in der Nacht und 60 Dezibel am Tag vorschreibt. Reine Wohnsiedlungen müssen deutlich weniger Lärm ertragen (35 und 50 dB(A)). Nicht berücksichtigt wird in der TA Lärm der Infraschall (nicht hörbarer, aber fühlbarer Schall), der aber mit den immer größer werdenden  Anlagen zunimmt. Aufgrund der Geländeform des oberen  Kappler Tales ist es nur schwer abschätzbar, wie die Lärmausbreitung der Windenergieanlagen tatsächlich sein würde. Eine  WHO-Studie von 2018 belegt, mehr als 45 dB(A) am Tag machen krank!

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12.10.2019 - Landschaftspflegetag im oberen Kappler Tal mit OB Martin Horn und Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer.

Mit hervorragenden Blick auf den Taubenkopf konnten wir die Gelegenheit nutzen beim Äste zusammenräumen mit den beiden ins Gespräch zu kommen und ihnen unsere Lage zu erläutern. Vielleicht ist ihnen bewusst geworden, in welch schöner Landschaft sie hier ihre Windrädern stellen wollen. Wenn wir unserem OB eine Alternative bieten, würde er gern darauf verzichten. Vorab haben wir für die Aktion noch ein Plakat gemalt.

 Die BZ war auch dabei und hat einen Artikel zum Landschaftspflegetag veröffentlicht, welcher vom Biosphärengebiet Südschwarzwald und  vom Umweltamt der Stadt Freiburg organisiert wurde.

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Rotmilan-Monitoring 2019

Milan am TaubenkopfMilan am TaubenkopfDas Rotmilan-Monitoring 2019 (durchgeführt vom RP Freiburg, Abteilung Biosphärengebiet ) hat im Bereich Freiburg-Kappel zur Erfassung von drei Brutplätzen und einem Revierzentrum geführt. Entgegen früherer Gutachten ist hier also ein Dichtezentrum vorhanden, welches zunächst vom RP anerkannt, dann aber wieder zurückgezogen wurde, da ein Brutplatz von 2018 nicht 2019 kartiert wurde. Leider haben wir von diesem Brutplatz in Horben zu spät erfahren.
Im Bereich Horben wurde 2019 ein neuer Brutplatz gefunden, ein weiterer Brutplatz und ein Revier wurden bereits in 2018 erfasst. Also auch dort wurde das gehäufte Vorkommen des Rotmilans im Bereich des Schauinslandes bestätigt!
Einer der Rotmilan-Brutplätze befindet sich sogar unter 500m zu einem der geplanten Windkraft-Standorte, was eigentlich als Ausschluss-Kriterium für den Standort anzusehen ist. 
Am Montag, dem 2. September wurden ein Baumkletterer und ein Gutachter vom Büro Bioplan beobachtet, wie sie einen Brutbaum am Taubenkopf erkletterten, um Fotos vom Nest zu machen? Sie wurden dazu vom Projektierer der Ökostromgruppe beauftragt. Ob wirklich eine Genehmigung vom RP vorlag oder ob das Nest beseitigt werden sollte, ist unklar. Zum Glück haben Anwohner die Aktion mitbekommen, dokumentiert und an entsprechende Stellen ans RP weitergeleitet.
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Freiburg, 19.7.2019: Inzwischen wurden die Einwendungen von Rechtsanwalt Dr. Faller gegen den sachlichen Teilflächennutzungsplan Windkraft, der am 20.07.2018 vom Regierungspräsidium Freiburg genehmigt wurde, insbesondere mit den Konzentrationszonen „Schauinsland Nord-Taubenkopf“ und „Holzschlägermatte“, fristgerecht bei der Stadt Freiburg eingereicht.
Voraussichtlich wird die Stadt hierauf jetzt nicht reagieren, da sie rechtlich dazu nicht verpflichtet ist.  Die fristgerechte Geltendmachung dieser Einwendungen ist für uns dennoch für das weitere Verfahren von entscheidender Bedeutung:
Für die Errichtung der Windkraftanlagen muss die Ökostrom AG bei der Stadt Freiburg einen Antrag auf Genehmigung einreichen. In diesem Genehmigungsverfahren wären wir mit wesentlichen Einwendungen ausgeschlossen, wenn Herr Dr. Faller diese nicht bereits jetzt geltend gemacht hätte. Nur auf diesem Wege konnte sichergestellt werden, dass alle unsere Einwendungen in diesem Genehmigungsverfahren bzw. einer späteren Klage gegen eine erteilte Genehmigung berücksichtigt werden müssen. 
Nach unseren aktuellen Informationen wurde ein Antrag von der Ökostrom AG bisher nicht eingereicht. Dies beruht voraussichtlich darauf, dass Dr. Faller vor dem VG Freiburg eine bahnbrechende Entscheidung vom 12.03.2019 mit einem Bauverbot für die Windparks „Blumberg“ und “Länge“ erstritten hat, aufgrund der in Baden-Württemberg derzeit praktisch alle Genehmigungsverfahren für Windparks blockiert sind. 
Über diese Entscheidung wird der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg als nächste Instanz voraussichtlich im Herbst entscheiden. 
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Hier eine Zusammenfassung des Vortrages von Herrn Prof. Feuerstein
 
Ein Bericht von Hans-Peter Buttenmüller (Horbener Dorfzeitung):
Am Freitag hatte die Bürgerinitiative "Unser Schauinsland" zu einem Vortrag in den Bürgersaal eingeladen. Professor Dr. Thomas Feuerstein  aus Horben sprach  zum Thema  "Infraschall aus physikalischer, biologischer und medizinischer Sicht". Prof Dr. Feuerstein  ist emeritierter Professor und er war als Arzt und Wissenschaftler am Universitätsklinikum in Freiburg tätig.
Der Bürgersaal war gut gefüllt. Außer Horbener Bürgern waren auch zahlreiche auswärtige Personen anwesend. Die Mehrzahl erhoffte sich Argumente, um sich eine Meinung zu den Auswirkungen von Windkraftanlagen in der Nähe von Siedlungen bilden zu können. Dr. Swen Maas moderierte den Abend und Dirk Adam filmte den Vortrag.
Prof. Dr. Feuerstein war sehr darum bemüht, das komplexe Thema allgemein-verständlich rüber zu bringen. Wer zunächst befürchtet hatte, dass er mit "fach-chinesischen" Formeln und Zahlen überhäuft würde, sah sich angenehm überrascht. Dennoch wurde einmal mehr deutlich, dass das Thema für den durchschnittlich informierten Bürger schwierig zu erfassen ist. 
Ich persönlich konnte nachvollziehen, dass der Betrieb von Windkraftanlagen in Siedlungsnähe Probleme aufwirft, die bisher weitgehend noch gar nicht belastbar untersucht worden sind. Um fachlich richtige Aussagen tätigen zu können, müssten deutlich mehr überprüfte Studien durchgeführt werden. Die Fakten müssten viel besser aufbereitet und dargestellt werden. Vielfach würden "Äpfel mit Birnen" verglichen. 
Durch den Vortrag des Prof. Dr. Feuerstein wurde mir noch deutlicher bewusst, dass die Genehmigungsbehörden gar nicht wissen, über was sie wirklich entscheiden. Wissenschaftlich abgesicherte Fakten liegen nicht vor. Aus politischem Opportunismus und unter dem Druck  interessierter Lobbyisten wird hier einer Technik die Bahn frei gemacht, deren Auswirkungen auf die Gesundheit der Betroffenen derzeit überhaupt nicht einzuschätzen sind. 
In der anschließenden Diskussion beantwortet der Referent zahlreiche Fragen. Leider waren auch diesmal wieder zwei polemisch auftretende "Pseudo-Wissenschaftler" anwesend, die sich mit angelesenem Halbwissen zu Co-Referaten befähigt sahen. Man kann zur Windkraft unterschiedlicher Meinung sein. Doch es eignet sich nicht zur Selbstdarstellung und zu notorischer Besserwisserei. Das sollten die beiden selbst-ernannten Welten-Retter erkennen und sich zurücknehmen. Bei Fach-Diskussionen können sie jedenfalls erkennbar nicht mitreden.
Der im Ortsteil Bohrer im Schatten des Taubenkopfes wohnende Gemeinderats-Kandidat Andreas Schmauder rief kollektive Heiterkeit hervor: Er wollte die positiven Auswirkungen von Infraschall besser in den Vordergrund gerückt sehen. Durch Infra-Schall werde das Denkvermögen verbessert, Bluthochdruck vermindert und Herzrasen geheilt. Dem Arzt und Wissenschaftler Prof. Dr. Feuerstein liegen dazu allerdings keine Erkenntnisse vor.
 
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Einladung zum Gründungsfest am Montag, 8.4.2019 ab 18 Uhr in der Stollenhütte. Bei einem gemütlichen Hüttenabend wollen wir unsere Vereinsgründung feiern und laden hierzu die Vereine von Kappel und Horben sowie alle interessierten Bürger ein.

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Infomarkt am 2.4.2019 zum Thema Windkraft in Kappel:
Der Verein distanziert sich von dieser Veranstaltung, welche ihren Schwerpunkt auf das Thema Lärm und Infraschall legt. Die Genehmigungen von Windkraftanlagen basieren auf der sogenannten Technischen Anleitung "Lärm", eine Anleitung für Messverfahren, die von1998 stammt und auf Anlagen der heutigen Dimensionen nicht ausgelegt ist. Deshalb stellt die Einhaltung von aktuellen gesetzlichen Lärmschutzgrenzen auch keinen angemessenen Schutz vor Lärm und Infraschall dar. Der Abstand von 480 m zur Wohnbebauung im Kappler Tal ist immernoch zu gering. Selbst der empfohlene Vorsorgeabstand von 700 m in Baden-Württemberg ist nicht ausreichend, wie zahlreiche Betroffene aus Gersbach und dem Schuttertal berichten.
Das Forum Energiedialog ist eine vom Umweltministerium Baden-Württemberg bezahlte Institution und stellt für uns deshalb keine neutrale Instanz zum Thema Windkraftausbau dar.
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Auf die Reaktion der Stellungnahme ist in der BZ ein Artikel erschienen mit dem Titel: "Kritik an einer Windkraftlobbyistin im Rathaus" - Der Verein, der die Rotoren auf dem Taubenkopf verhindern will, sieht Interessenkollision – die Stadtverwaltung weist das zurück (BZ,22.3.2019)

Stellungnahme des Vereins zum BZ-Artikel vom 4.3.2019

In der Badischen Zeitung vom 4.3.2019 „ Zwei statt drei Windräder für den Taubenkopf“ wurde über Fertigstellung der Planungen der Ökostromgruppe berichtet. Hierzu möchten wir Stellung nehmen:

  1. Die Anlagen des Projektierers am Roßkopf und auf der Holzschlägermatte (Regiowind) erreichten in den letzten Jahren niemals das schon sehr niedrig gesetzte Ziel von 16 Mio. kWh/Jahr (17% der installierten Leistung). 2018 wurde nur ein Ertrag von 10,9 Mio. kWh/Jahr (11,5% der installierten Leistung) erzielt. Der nun vom Projektierer angegebene Ertrag von 20 Mio. kWh/Jahr ist vermutlich auch wieder höchst ambitioniert.
  2. Dass die Lärmvorschriften eingehalten werden können, bezweifeln wir sehr. Die Immissionsgutachten beziehen sich auf ein flaches Relief. Gerade bei einer so steilen und komplexen Tallage wie im Kapplertal, kann dies nicht berechnet werden und ist bisher auch nicht berechnet worden.
  3. Der Ökostromgruppe sind in den letzten 6 Jahren zwei bestens gewartete WKA abgebrannt. Gerade nach einem heißen und trockenen Sommer wie 2018 ist es grob fahrlässig, WKA inmitten eines geschützten Walds zu bauen. Die Möglichkeit eines großflächigen Waldbrands, der selbst Horben und Freiburg gefährden könnte, ist nicht von der Hand zu weisen. Die Sperrzone betrug bei der nur halb so hohen WKA bei Lahr 500 m. Der Abstand zur Bebauung in Kappel beträgt aber jetzt immer noch lediglich 480 m. Wie groß muss der Evakuierungsabstand bei einer 246 m hohen WKA sein?
  4. Für Freiburg ist es äußerst lukrativ, den Wald am Taubenkopf in ein Industriegebiet umzuwandeln und eine fünfstellige Pacht zu kassieren. Somit ist die Stadt Freiburg sowohl Nutznießer als auch Genehmigungsbehörde. Die Genehmigungsbehörde ist – nebenbei bemerkt - das Umweltschutzamt in Freiburg.
  5. Die Abteilungsleiterin für technischen Umweltschutz im Umweltschutzamt, Frau Dr. Sandra Hook, ist zugleich Lobbyistin für Windkraft, da sie im größten Lobbyverband der Windindustrie - dem Bundesverband Windenergie - Vizepräsidentin ist. Damit liegt das Interesse des Umweltschutzamtes, welches gleichzeitig Genehmigungsbehörde ist,  wohl klar auf der Hand.
  6. Die geplanten WKA liegen inmitten des Landschaftsschutzgebiets Schauinsland, im UNESCO Biosphärenreservat, direkt angrenzend an das Naturschutzgebiet Schauinsland und an das europäische FFH Schutzgebiet. Diese Schutzgebiete wurden ausgewiesen, weil es sich um hochsensible Bereiche handelt. Hier leben geschützte Arten, wie Fledermäuse, Rotmilan, Wespenbussard und Wanderfalke. Jedes Jahr werden in Deutschland mehrere 100.000 Vögel und Fledermäuse durch WKAs getötet. Dieses wertvolle Gebiet beim Taubenkopf darf daher nicht in ein Industriegebiet für WKAs umgewandelt werden.
  7. Für die Reduktion von CO2 gibt es in der EU den europäischen Emissionshandel, d.h. das durch Windkraft eingesparte CO2 wird durch die frei werdenden Emissionszertifikate woanders in der EU freigesetzt und somit wird der EU CO2 Gesamtausstoß nicht reduziert.

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Bericht über unseren Informations- und Diskussionsabend „Windkraftanlagen oberhalb von Freiburg-Kappel?“

Der Verein Unser Schauinsland hat am 7.2. 2019 zu einem Film-, Informations- und Diskussionsabend rund um das Thema in den Gemeindesaal Kappel eingeladen.Die Veranstaltung war gut besucht und vor dem interessierten Publikum stellte unser Vorsitzender Alexander Morgenstern zunächst den Verein und sein Anliegen – den Natur- und Landschaftsschutz des Schauinslandes – vor.

Anschließend wurde der Film „In einem Dreivierteljahr“ in einer halbstündigen Version gezeigt. Im Film werden die Folgen einer industriellen Überformung in ökologisch sensiblen Waldgebieten durch den Ausbau von Windkraftanlagen ebenso dokumentiert wie eine teilweise schwer nachvollziehbare Genehmigungspraxis. Nach einer kurzen Pause veranschaulichte Herr Morgenstern mit Hilfe von Karten, Zahlen und Visualisierungen, was mit den geplanten 230 m hohen Anlagen auf die Kappler zukommen könnte.

Aus eigener Erfahrung berichtete hierzu Herr Markus Schätzle aus Schuttertal. Er lebt mit seiner Familie in ca.1600 m Abstand zur nächsten Windkraftanlage und hat seit dem Ausbau mit schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Da in Kappel der Abstand zu den nächsten Wohnhäusern nur 430 m betragen soll, löste sein Bericht einige Betroffenheit aus. Auch die Bewohner der Molzhofsiedlung bzw. von Horben sind mit ca. 2000 m bzw.1600 m Abstand nicht außer Gefahr.

Ein weiteres Thema war das Risiko eines Windradbrandes und die Gefahr eines Waldbrandes insbesondere bei einem so trockenen Sommer wie in 2018. Leider hat uns die Wirklichkeit schnell eingeholt, denn bereits am 8.2.2019 brannte wieder ein Windrad bei Lahr. Die Feuerwehr sperrte das Gelände im Umkreis von 500 m um das Windrad ab.

Die anschließende lebhafte Diskussion zeigt, dass die Problematik Windkraft auf unserem Schauinsland mitunter starke Gefühle auslöst. Einige Kappler hatten vor der Veranstaltung noch gar nichts von dem Bauvorhaben gewusst. Der gut gefüllte Saal und das große Interesse der Besucher hat uns sehr gefreut.

 

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Am Freitag, dem 18. Januar 2019, fand im Horbener Bürgersaal unser erster Informationsabend zum Thema "Windräder am Taubenkopf ?" statt.
Wir möchten uns bei allen Gästen für das große Interesse bedanken: der Bürgersaal war bis auf den letzten Stuhl besetzt. Bedanken möchten wir uns auch bei Herrn Etscheit, der aus München anreiste, um einen Vortrag zu halten und vor allem bei Herrn Markus Schätzle aus dem Schuttertal, der aus seinem Alltag im Schatten der Windräder berichtete.
Nach kurzer Begrüßung und Vorstellung der Vorstände des Vereins „Unser Schauinsland e.V.“ - Alexander Morgenstern und Bianca Guzzoni - begann der Abend mit der Filmvorführung „In einem Dreivierteljahr“ – einer emotionalen und gleichzeitig informativen Darstellung der Windkraftindustrie mit einhergehender Zerstörung von Natur und Lebensqualität der betroffenen Menschen und Tiere. Nach 10minütiger Pause erläuterte uns Herr Dr. Swen Maas unter Zuhilfenahme von Landkarten des Taubenkopfs und Visualisierungen sowohl von Horben, Kappel und Günterstal, was auf uns alle zukommen könnte.
Im Anschluss hat Herr Georg Etscheit einen lehrreichen, weit ausholenden, aber auch passagenweise recht provokativen Vortrag „Geopferte Landschaften“ gehalten. Damit wurde die Geduld einiger Besucher des Abends leider überstrapaziert. Sein Hinweis darauf, dass besonnene Naturfreunde inzwischen von Befürwortern der Windkraftindustrie als „Klimaschänder“ und „Rechte“ verleumdet werden, gehörte nicht zu unserem Anliegen, nämlich eine sachliche Diskussion zum Thema Windkraftanlagen auf dem Taubenkopf anzustoßen.

Uns geht es um den Schutz von Menschen, Natur und Landschaft, welcher durch die aktuellen Planungen am Taubenkopf gefährdet ist. Herr Markus Schätzle aus dem Schuttertal veranschaulichte uns am Ende in seinen Berichten die möglichen Folgen eines derartigen Projektes und was es bedeutet, Tag und Nacht im Geräuschkegel der Windmühlen im Abstand von ca. 1600 Metern zu leben ... in der bitteren Gewissheit, wegen umstrittener, unausgereifter und menschenunfreundlicher Planungen Haus und Heimat bald verlassen zu müssen.
Der Abend endete mit der berechtigten Sorge, was können die Horbener tun?

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